PiRabbi – der grüne Rabbiner

Shalom liebe Leopoldstadt,

gestern feierte das Hotel Stefanie ihr 400 jähriges Jubiläum und ist damit laut eigenen Angaben das älteste Hotel Wiens. Somit machten sich 3 sehr alte Herren gemeinsam mit Prinzessin Stefanie auf zu einer Zeitreise ins Heute. Und zwar mitten in die Sääle des Odeon-Theaters.

Bewaffnet mit ein bisschen jiddisch war ich als PiRabbi aus dem Jahre 1750 unterwegs und hätte die Geschichte von die „Jud“ im Hotel erzählen sollen.  Manche Gäste waren daran auch sehr interessiert, die Meisten wollten aber viel lieber a poar jüdische Witz hören und selbst welche erzählen. Einer meiner Favoriten geht so:

 

kommt der kleine Mojsche vom Mathe-Unterricht:

Papa: Na Mojsche, wieviel ist 2 x 2?

Mojsche: 6

Papa: Nein, 4!

Mojsche: Ja, aber hätt ich 4 gesagt, hättest Du mich auf 2 herunter gehandelt!

Gelesen ganz ok, gesprochen war er der Hammer! Ich hab zuvor nicht gewusst, dass die jüdische Gemeinde so an Schmäh hat, ziemlich cool!

Von solchen Schauspiel-Aufträgen kann man in Wien ja bekanntlich nicht leben! Somit geht es dabei nicht um den Profit, sondern um was Anderes. Dieser Auftrag war beispielsweise deswegen so spannend, weil ich bei der Recherche viel Unwissen über die „Jud“ aufklären konnte. Zum Beispiel, dass hierzulande die Meisten unter Ihnen sehr arm waren. Dass auch hier schon seit Jahrhunderten angefeindet wurden – UND – dass sie ziemlich lockere und witzige Leut sind, trotz all ihrer Geschichte. Für diese Erkenntnis bin ich echt sehr dankbar!

Naja, nachdem so ein geklebter Bart aber ziemlich nervt ab ein paar Stunden, werd ich wohl so schnell keinen Rabbi mehr miemen. Spassig und lehrreich war es trotzdem!

Shalom liebe WienerInnen,

Saludos, el PiRabbi

PS: Einen herzlichen Dank an Andi Filar für den Bart, an den Fotografen von www.conny.at und an die liebe Charlotte!

 


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